Dietrich Eberhard Sattler
Dietrich Eberhard Sattler (* 1939 in Apolda/Thüringen) ist Herausgeber der Frankfurter Hölderlin-Ausgabe.
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Leben
Dietrich E. Sattler – Sohn eines Landwirts – wuchs in Thüringen auf. 1953 zog die Familie aus der DDR in die Bundesrepublik. Sattler besuchte in Kassel die Schule und studierte von 1958 bis 1964 das Fach Buchgrafik an der Werkkunstschule Kassel. Nach dem unabgeschlossenen Studium arbeitet er von 1967 bis 1973 als Werbeleiter bei einem Autohändler sowie in einer Meiereigenossenschaft.
Seit 1972 hat sich Sattler der Edition der Werke des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin (1770-1843) gewidmet. Er entwickelte ein Verfahren, das die genaue textgenetische Wiedergabe handschriftlich überlieferter Werke erlaubt. Mit seiner Editionspraxis hat Sattler die germanistische Methodik der Herausgabe handschriftlich überlieferter Werke revolutioniert und insbesondere die konsequente Faksimilierung aller Handschriften durchgesetzt. Für seine Arbeiten beschäftigte sich Sattler intensiv mit der griechischen, lateinischen und hebräischen Sprache.
Die Frankfurter Ausgabe der Werke Hölderlins (FHA) erschien beim Verleger KD Wolff von 1975 bis 2008 im Verlag Roter Stern bzw. Stroemfeld/Roter Stern. Sie stieß anfangs auf entschiedene Ablehnung der etablierten Hölderlinforschung, gewann aber im Laufe der Zeit immer mehr Zustimmung.
Von 1978 bis zu seiner Pensionierung war Sattler als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen tätig. 1987 gründete er den Verlag neue bremer presse und begann die gründliche Bearbeitung der von Martin Luther herausgebenen Fassung des Alten und Neuen Testaments. An der Finanzierung der bibliophilen Bibelausgabe in 22 Bänden hat sich Jan Philipp Reemtsma beteiligt.
Infolge des autodidaktischen Erlernens der Blockflöte analysiert Sattler die verborgenen Strukturen in den Fugen von Johann Sebastian Bach.
Sattler wohnte mit seiner Familie bis 2003 in Bremen und lebt jetzt in Treia an der Treene. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Ehrungen
- 1985: Ehrendoktorat der Universität Hamburg
- 2009: Friedrich-Hölderlin-Preis der Universität und der Universitätsstadt Tübingen
- 2009: 15. Antiquaria-Preis (Gemeinsam mit KD Wolff)
Bibliographie
In seinen Publikationen verwendet Dietrich Eberhard Sattler statt seiner Vornamen ausschließlich deren beide Anfangsbuchstaben D.E., und üblicherweise wird er D. E. Sattler genannt.
- Herausgeber
- Friedrich Hölderlin: 144 fliegende Briefe. 2 Bände. Luchterhand, Darmstadt und Neuwied 1981 ISBN 3-472-86531-8
- Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe in 20 Bänden und 3 Supplementen. Stroemfeld/Roter Stern, Frankfurt am Main und Basel 1975–2008 (Frankfurter Hölderlin-Ausgabe).
- Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke, Briefe und Dokumente in zeitlicher Folge. Bremer Ausgabe, 12 Bände. Luchterhand, München 2004.
- Eigene Texte
- Am Euphrat. Neue Bremer Presse, Bremen 2001.
- Die Häschenschulung. Wilhelm Bricot. Die Häschenschule. Wassmann, Bremen 1985 ISBN 3-9800243-8-5
- Thesen zur Staatenlosigkeit. Ohne Jahr (1976) erstmals in Nathan´s Privatedition. Neue Bremer Presse, Bremen 1993/Neuauflage
- N’s Literarischer Taschenkalender 1979. Nathan’s Privatedition, Kassel 1978?
- Thesen zur Staatenlosigkeit. Natan’s Privatedition 1, Kassel 1976
Weblinks zu zu
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sattler, Dietrich Eberhard |
| ALTERNATIVNAMEN | Sattler, D. E. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Herausgeber |
| GEBURTSDATUM | 1939 |
| GEBURTSORT | Apolda, Thüringen |
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